Aus tierärztlicher Sicht ist bei eiskalten Speisen Vorsicht geboten: Der Magen-Darm-Trakt von Hunden reagiert auf Kälte meist deutlich sensibler als der menschliche. Plötzlich aufgenommene, sehr kalte Leckereien – insbesondere in größeren Mengen – können bei empfindlichen Tieren zu Magenkrämpfen, Durchfall oder Erbrechen führen. Besonders kritisch ist das bei älteren oder vorerkrankten Hunden – aber auch junge, gesunde Tiere reagieren nicht selten mit Verdauungsproblemen.
Eissorten für Menschen enthalten oft große Mengen Zucker, Süßstoffe, wie das für Hunde hochgefährliche Xylit, oder auch Schokolade, die durch das enthaltene Theobromin gesundheitsgefährdend werden kann. Auch Laktose kann ein Thema sein – allerdings ist sie in kleinen Mengen meist unproblematisch. Insgesamt ist das Teilen der eigenen Eiskugel also keine gute Idee – so liebevoll es auch gemeint ist.
Hundeeis: Mit Augenmaß und gesundem Rezept kein Problem
Natürlich spricht nichts dagegen, einem gesunden Hund mal eine kleine Portion Hundeeis zu gönnen – vorausgesetzt, es ist auf seine Bedürfnisse abgestimmt. Ideal sind einfache Rezepte mit gut verträglichen Zutaten.
Rezepttipp für Hundeeis zum Selbermachen:
- Etwas Naturjoghurt, Quark oder Hüttenkäse
- FRESCO Complete-Menü vegetarisch
- Optional einen Klecks FRESCO Fein gemacht
– Naschwurst für Hunde in den Sorten Geflügel, Käse oder veggy
Die Mengen können nach Belieben variiert werden. Einfach alles pürieren, in Silikonförmchen füllen und einfrieren – fertig ist die gesunde Erfrischung. In Maßen und leicht angetaut angeboten, ist das eine sinnvolle Alternative zum Eisdielenbesuch, denn die Milchprodukte liefern wertvolle Proteine, Gemüse und Obst enthalten gesunde Ballaststoffe.
Fazit: Hundeeis kann ein netter Sommergag sein – aber bitte mit Bedacht, Augenmaß und Rücksicht auf die Gesundheit des Tieres.
– Dr. Pia Rosenberg, Tierärztin und Gründerin
von BetterFeedGood für tierärztliche
Ernährungsberatung und Produktentwicklung